Sonntag, 11. Januar 2009

Fensterputzen

Die einen lieben es, die anderen hassen es aber in einem sind sich alle meist einig.
Durch geputzte Fenster zu schauen hat schon was.
Im 20. Stock wird das Fensterputzen zu einem Abendteuer. Aus der Wohnung heraus ist es garnicht möglich, da man die Fenster nicht weit genug aufbekommt. Also wird jemand engagiert die Fester zu putzen.
Seit heute ist unsere Front dran und das ist unser Putzer. Er ist mittlerweile im 14. Stock und ganz einfach an 2 Seilen gesichert, hat sein Eimerchen und alle anderen Utensilien dabei und putzt. Nicht runterschauen! Mich würd mal interessiern was er für den Sport verdient...

Samstag, 3. Januar 2009

Rechts oder Links?

Noch ein Vergleich zwischen Indonesien und China. Ist halt das was mich grad so beschäftigt...

Der Straßenverkehr, in beiden Ländern im Grunde eine Kathastrophe!
Die Chinesen sind aber eine ganze Ecke egoistischer in ihrem Fahrstil. Es wird nicht gebremst, egal ob was auf der Straße ist oder nicht. Aus kleinen Seitenstraßen wird mit vollGas auf die Straße geschossen, ohne zu schauen ob was kommt (vorallem reiht man sich nicht vorsichtig am Rand ein, so wie es die meisten Indonesier tun, sonder wenn schon denn schon mitten ins Geschehen, mitten auf die Straße). Das paart sich sehr gut mit dem "Nicht-Bremsen-Phänomen" von vorhin.
Ich frag mich, ob das an der derzeit sehr rasanten Individualitätsentwicklung liegt, der die Chinesen derzeit ausgesetzt sind. Auf jeden Fall wäre ich in den fast 3 Wochen die ich nun schon hier bin öfter fast über den Haufen gefahren worden, als in den 10 Monaten Indonesien.

In Indonesien hört man auch, wenn etwas kommt. Entwerder durch das Hupen schon von weit weg, oder aber auch von nahem durch das Motorengeräusch.
Hier in CHina nun fahren alle ganz schicke Elektroroller. Für jeden Fußgänger ein Lebensrisiko. Schnelles, unerwartetes Ausscheren ist daher als Fußgänger zu vermeiden. Sehr gefährlich!

In Indonesien habe ich das Rollerfahren geliebt. War man einmal im Flüß des Verkehrs, konnte einem kaum mehr etwas geschehen. Hier würde ich mich niemals auf einen Roller setzten. NAja, eventuell auf einem Feldweg, wo die Wahrscheinlichkeit gering ist auf Gegenverkehr, geschweige denn Rückenverkehr zu stoßen.

Am gefährlichsten stellt sich derzeit für mich noch der Wechsel von Linksverkehr auf Rechtsverkehr dar. Ich schaue immer noch in die verkehrte Richtung, wenn ich eine STraße überqueren will. Sehr oft schaue ich auch noch im Vorbeifahren an anderen Autos auf schlafende Beifahrer und bekommen noch kurze Herzattaken, die sich aber recht schnell wieder beruhigen. Ihr wisst schon was ich meine ;)
Naja... Ich sehs mal als gute Übung für Deutschland.

Das Alter

Das Alter ist in Indonesien sowie in China für die meisten Westler sehr schwer zu schätzen.
Wie oft sieht man ein Mädchen oder einen Jungen in diesen Ländern an einen auf einem Rollen vorbei heitzen und man denkt: Oh Gott, der oder die war doch keine 10 Jahre alt!

Wie alt würdet ihr die Dame links von mir schätzen? Ich habe bei ihr und ihrer Familie (d.h. Sohn mit Familie und Tochter mit Familie) 3 Monate in Bali gelebt. Sie ist Priesterin und somit mit ihrem Tuhan (Gott) verheiratet, was sie sehr, sehr ernst nimmt. Sie hat aber auch einen weltlichen Mann, mit dem sie 5 Kinder hat. Nun gut, wie alt ist sie nun? Ich hätte sie so auf Ende 70 Anfang 80 geschätzt. Laut ihr und ihrem Sohn (unabhängige Befragung) ist sie aber, haltet euch fest, stolze 65 Jahre jung.
Andererseits habe ich 2 weitere Monate bei einer anderen Familie gelebt, die hatten eine Tochter die war 14 Jahre alt und flitzte Tag ein Tag aus mit ihrem Roller durch die Gegend. Ich hingegen hätte sie zu beginn auf 9 maximal 10 geschätz. Ich habe leider kein Foto von ihr. Aber die meisten werden wahrscheinlich wissen wovon ich rede.
In China ist das nicht anders.
Das heißt doch nun, dass die Menschen in den asiatischen Ländern erst sehr lange sehr jung aussehen und ab einem gewissen Moment bricht das Alter. Nur dass dieser Moment erheblich viel später eintritt als bei uns, dafür aber auch sehr schlagartig. Bleibt die Frage in welchem Alter in etwa dieser Moment eintritt. Kann jemand helfen?

Yangshuo

Die Gegend Rund um Guilin und Yangshuo ist bekannt für seine Kasts (die Hügel im Hintergrund). Sie sind bei Sonnenschein sowie Nebel wirklich sehenswert und haben je nach dem ihren ganz eigenen Charme. Hier waren wir bis zum 31.12 und haben die Gegend erkundet.


Leider war das Wetter recht verhangen so dass wir uns ein paar innen Aktivizäten suche mussten. So haben wir am 1. Tag einen chinesischen Kochkurs gemacht. Das Endresultat war der Hammer! Rezept haben wir mitbekommen so dass ich, wenn ich heim komme das mal wieder ausprobieren werde. Wer Lust hat zu kosten, einfach Bescheid geben und vorbei kommen =)


Essen in China ist doch recht anders als das in Indonesien. Zum Beispiel ist Reis hier essen für die Armen. Wenn man essen bestellt und dazu einen Reis, bekommt man diesen zu aller letzt nur für den Fall dass man noch nicht satt ist. In Indonesien gehört der Reis zu den Hauptnarungsmitteln. Die Stäbchen rauben mir manchmal alle Nerven und essen mit den Händen ist absolut nicht gern gesehen, bis hin zu verboten. Wie ißt man denn da diese glitschigen Pilze die echt lecker sind? Naja Übung macht bekanntlich den Meister ;)
Am 2. Tag haben wir einen Fächerbastelkurs gemacht. Genial! Erst malen, denn falten, den Fächerrahmen einarbeiten und fertig ist er! Zudem bekommt man von einem chinesischen Künstler gezeigt, wie die typischen Pinselstriche geführt werden. Sehr interessant! Und macht Spasz auszuprobieren...
Außerdem haben wir unsere Namen auf chinesische Zeichen übersetzt. Ich heiße hier Kerite =)

Den letzten ungemütlichen Tag sind wir mit dem Fahrradzu einer der vielen Hölen gefahren. Wir haben uns für die chinesische Version entschieden mit buntbeleuchteten Stalagniten und Stalagtiten, Vogelgezwitscher ausm Lautsprecher und chinesischer Führerin die kein Wort Englisch spricht und versucht hat uns durch die Höhle im Eilschritt zu jagen. HAben uns aber trotzdem die Zeit für ein paar Fotos genommen um der außenwelt die "Farbenfrohe Pracht einer Höle in China" näher zu bringen ;)

Tja und dann kam Silvester...

Yellow Mountains

Kurz vor Weihnachten hatte ich von den Tickents geschrieben, die wir gekauft hatten und bei denen wir uns nicht sicher waren, ob wir nun wirklich da rauskommen wo wir hin wollten. Gründe waren erstens die Verständigung mit der Dame die die Tickets verkaute und zweitens, dass wir für ein Strecke von maximam 250 km 12 Stunden mit dem Nachtzug fahren sollten.
Nun gut, die Fahrt war sehr angenehm und als wir am nächsten Morgen aus dem Zug stiegen, waren wir auch tatsache da, wo wir hin wollten. Juchu! Grund für die lange Fahrt war, dass es keine direkte Linie zwischen Shanghai uns HuangShan gibt und der Zug einen riesigen umweg fährt. Zudem fährt der Zug maximale gefühlte 80 km/h. Tatsächlich hab ich keine Ahnung...
Angekommen, ins Hostel eingecheckt und schon ging es los in die umliegenden Dörfer.


Man musste zwar Eintritt zahlen aber der hat sich gelohnt. Die Dörfer waren ganz urig behalten und die Menschen lebten noch da. Dadurch hatten die Dörfer einen ganz besonderen Flair und waren wuderbare Fotomöglichkeiten. (Rechts in der leiste ist noch ein Album zu finden für die die mehr Fotos sehen wollen.)
Ja da kam ich für meine Empfindungen das erste mal so richig in China an. In dem China wie ich es mir irgendwie vorgestellt hatte. Über Flüsse und Seen gespannt Brücken, verwinkelte Gassen, einfache Häuser etc. Sehr malerisch und auf seine Art schön!
Was ich etwas schade fand war, dass sich die Chinesen sehr ungern fotografieren lassen. Das habe ich in Indonesien ganz anders erlebt. Dort sind mir die Menschen regelrecht vor die Kamera gesprungen, vorallem die Kinder...
Trotzdem ist es mir gelungen ein paar Impressionen festzuhalten, wie zum Beispiel diese wie ich finde sehr schöne =)


Total verfrohren im Hostel angekommen haben wir die Klimaanlage aufgedreht auf satte 30 °C. Doch das Zimmer wollte nicht warm werden. Die ganze Nacht über nicht. Die warme Luft stand unter der Decke und unten auf dem Bett war es eisig. Huang Shan ist auch um einiges höher gelegen als Shanghai und somit noch kälter... Wir haben es überlebt =)
Am nächsten TAg ging es dann hoch in die Berge bei schönstem Sonnenschein. Traumhaft! Aber urst anstrengend! An diesem tag sind wir ca. 15 km Treppen gelaufen. Unglaublich!!! Chinesen laufen keine normal angelegten Wege und Pfande, nein alles läuft über Stufen. Dementsprechen taten mir dann auch Knie und Po am nächsten Tag weh =) Exercise! Dieser Blick bot sich uns Trepp auf Trepp ab fast den ganzen Tag. Sehr motivierend!


Diese Lasenträger haben mich an die Träger vom Ijin Plaeteau erinnert. Diese hier hatten zwar weniger Last zu tragen aber sie baumelte auf beiden Seiten an diesen Seilen. Sehr unangenehm für den Träger. Zumal die Stufen von Eis und Schnee sehr glatt waren. Überall gab es Spikes zu kaufen, damit man nicht ausrutscht.
Das ist der Blick der sich einem dann oben angekommen bot. Die Sonne war bis dahin leider verschwunden und ein eisiger Wind fegte uns um die Ohren. Dementsprechend haben wir dann auch ganz gut gebippert, völlig naß durchgeschwitzt von 7,5 km Stufen nur aufwärts.
Den Abstieg haben wir dann mit der Gondel gemacht und um 19 Uhr abends sind wir wie tot ins Bett gefallen und haben geschlafen wie die Murmeltiere.
Dann war auch schon der 24.12 und unsere Rückfahr stand für den Abend bevor.
Sind dann weihnachtlich HotPot essengegangen (ist nen Mix aus Fondue und Raclette) was seeeehr lecker war und fürs aufwärmen des Körpers wunderbar geeignet.
21 Uhr haben wir uns dann wieder in unser Zugabteil gekuschelt was wir leider mit einer Schnarchnase teilen mussten *arg* Alles in allem waren es 3 wunderschöne, sonnige und eindrucksvolle Tage.
Um 10 Uhr morgens am 25.12 kamen wir wieder in Shanghai an und es ging gleich los Rotkraut, Kartoffeln und Fleisch für das gemeinsame mit Freunden weihnachtliche AbendEssen zu shoppen. Dementsprechend lecken und Deutsch war dann auch der Abend =) Es gab sogar aus Deutschland eingeflogene Plätzchen zum Dessert ;) Yeah!!!
Und am 26.12 gings dan in den Flieger nach Guilin...

Zieh die Hose hoch!!!...

... gibts hier zum Teil nicht, vorallem bei kleinen Kindern. Kleinkinder tragen hier meistens Hosen die im Schritt offen sind so dass sie nur hinhocken müssen und ihr Geschäft verrichten können. Das heißt sie tragen nix unter der Hose, auch nicht bei diesen eisigen Temperaturen.
Klingt ja im Grunde praktisch, ja...
Nur waren wir Gestern beim Carrefour einkaufen und da saß ein ca 2 jähriger Junge im Einkaufswagensitz und zwischen den Gitterstäben lugte sein bestes Stück hervor. Oh mannn!!! Musst 2 mal hinschaun ums zu realisieren, was ich da eingentlich sehen ;)

Donnerstag, 1. Januar 2009

HAPPY NEW YEAR!!!

Hoffe mal ihr seit alle gut ins neue Jahr gekommen mit wunderbaren Vorsätzen die man dann ja doch nicht einhält *zwinker*
Mittleweile müsste ja die Welt komplett gerutscht sein...

Bis aufs Feuerwerk ging es bei uns wirklich gut zu. NAch langem hin und her überlegen was wir machen, waren wir erst japanisch essen. Vor unseren Augen wunder alle frisch zubereitet und wir konnten bestellen bis zum abwinken. Sehr zu empfehlen! ;)
Hier wurde unser Dessert zubereitet *lecker*

Danach ging es an den Bund füts Feuerwerk. Das ist da von wo aus man die Skyline wunderbar beobachten kann. Unten ist ein kleiner Eindruck von kurz nach 00:01 a.m.
Das Feuerwerk war hoch interessant (was ruhig den negativen Beigeschmack des Wortes Interessant tragen darf), da es im Grunde fast keins gab. Die Skyskriper nahmen jedem Versuch einer Rakete die Wirkung. Aber schauts euch selbst an...
Nun bin ich gespannt auf Chinese New Year. Das wird dieses Jahr am 26.1. gefeiert. Ich schätze da fällt das Feuerwerk etwas größer aus. Ma schaun =)
Anschließend gings noch clubben mit open bar *gefährlich* ;)

Na dann verwöhnt euren Kater noch ein wenig...
(Meiner heißt Shangle und ist der Kater der Nachbarin die noch in Deutschland ist. Der andere mautz in meinem Kopf)